Veränderung auf 4 Pfoten?

Von Thomas Heise | MindSet

Nov 18
Wie kommt Veränderung - manchmal auf 4 Pfoten

Manchmal kommt Veränderung auf 4 Pfoten daher

Kennst du das - du warst auf einem Seminar oder hast anderweitige Möglichkeiten genutzt, um dich weiter zu entwickeln. Oft hoffen wir dann auf Veränderung oder fragen gar danach - DOCH NICHTS PASSIERT...

Wir, also Kati und ich haben sehr viele Seminare besucht und durften natürlich Veränderung erfahren. Wir haben Chancen wahrgenommen und an uns, als vor allem unserem Mindset (Gedanken und mehr) zu arbeiten. Doch irgendetwas an uns, in uns hat diese große Wandlung von uns fern gehalten. Ist es die eigene Inkonsequenz, fehlende Bereitschaft oder etwas Anderes? Mit Sicherheit eine Mischung aus allem.

Vielleicht kann ich es sogar in einem Satz zusammenfassen - Ich will, dass es sich ändert, dass Erfolge kommen, Geld fließt, ich gesund bin, aber vom Großen und Ganzen her will ich weiterhin in meiner "Sicherheit" leben (bleiben).

Kannst du dich verändern und all deine Definitionen vom Leben behalten?

Genau das ist das "Hauptding", Ding, weil es sich nicht korrekt beschreiben lässt. Ja, wir schreien alle nach Veränderung, doch im Grunde wollen wir gerne die kuscheligen Strukturen, in denen wir uns sicher fühlen, beibehalten. Alles andere sind unwägbare Risiken. Bums - aus der Traum von der großen Veränderung...

Da helfen nicht einmal Affirmationen, Meditation oder Hypnose.

Was wäre, wenn das Leben, welches wir führen wollen hinter oder neben allen und bekannten Definitionen und Strukturen liegen würde? Ist es denn überhaupt möglich vorher zu sagen -" Ja, jetzt verändere ich mich, aber ich will, dass es danach genau SO aussieht (wie ich es kenne)."

Oder liegt einer (echten) Veränderung das Potential inne, dein Leben komplett auf den Kopf zu stellen? Vielleicht ist es notwendig sich komplett zu öffnen und sich zu sagen - "Ich bin bereit mich zu verändern und ich bin bereit anzunehmen, was dann auch kommen mag."

Genau über diesen Punkt haben wir immer wieder gesprochen und wir durften feststellen, dass wir alle angeschobenen Veränderungen in einem gut definierten Rahmen angegangen sind. Klar, auch das hat Potential, aber ist es für den großen Durchbruch geeignet?

Veränderung kommt, wenn du bereit bist "ins kalte Wasser zu springen"(?)

Cooler Spruch oder? Doch was kann dies konkret bedeuten? Auf jeden Fall mal die Abkehr vom Gewohnten, den lieb gewonnenen Sicherheiten und auch das Öffnen für die Dinge des Lebens, die du heute noch nicht kennst, die also hinter (ich liebe den englischen Begriff beyond) deiner Realität liegen....

Die Geschichte von Lotta

Damit du nachvollziehen kannst, was ich meine, will ich dir gern die Geschichte von Lotta erzählen. Sie ist seit Samstag letzter Woche die Dritte in "unserer WG".

Vor Jahren haben wir schon festgestellt, dass wir gern einen Hunde hätten. Dieser wäre auch super gut versorgt, da ich ja von zu Hause aus arbeite. Also Mietvertrag angeschaut - Ups, Tierhaltung untersagt. Wir haben eine Anfrage gestartet und bekamen natürlich eine Absage - eben unerwünscht. Genau haben wir gesagt, so ganz ernst war es ja doch nicht...

Jetzt kommt Lotta ins Spiel. August 2017 - Ich hatte die Möglichkeit bei einer Bekannten zwei Wochen "Urlaubsvertretung" in ihrem Haus zu machen und auf ihre drei Hunde aufzupassen. War für mich eine sehr schöne Erfahrung. So eng war ich mit Hunden noch nie längere Zeit zusammen. Wie der "Zufall" so spielt, lernen wir (Kati war auch dabei) eine Heilpraktikerin aus dem gleichen Ort kennen, die mir betreffs Zahnschmerzen geholfen hat. Christiane (die Namen sind zufällig gewählt), so heißt sie war super nett. In unserem Gespräch über Dies und Das und natürlich über Hunde, erwähnte sie Lotta. Irgendetwas hat dieser Name in uns zum Klingen gebracht. Fakt, wir wollten Lotta kennen lernen.

Ein paar Tage später durfte ich Lotta das erste Mal erleben. Damals 4 1/2 Monate alt, schwarz/weiß, schnell, frech, stolz, hat sie sich 1-2-3 in mein Herz geschlichen. Am Wochenende hat Kati sie ebenfalls zum ersten Mal gesehen. Ich hatte sie vorgewarnt, konnte aber nicht verhindern (wollte ich es überhaupt), dass sich auch Kati in die Kleine verliebt.

Lotta muss her

Der Entschluss war schnell gefasst und an Christiane kommuniziert. Doch wie weiter? Das Verbot der Hausverwaltung steht (tut es auch heute noch). Die erste Idee - Wir werden sie überzeugen. Schnell hatte ich eine kleine Landingpage gebastelt und dem Eigentümer sowie der Hausverwaltung zugeschickt. Reaktion vom Eigentümer - Fehlanzeige, scheint kein Hundefreund zu sein. Die Hausverwaltung schickt uns eine nett formulierte Absage. Klar, was können sie auch tun - Job halt.... (?)

Die Rechtsberatung sagt, es gibt zwar ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes, ist aber alles schwammiges Zeug. Du kannst klagen, dich streiten, wollen wir aber gar nicht.

Und doch wählen wir Lotta

Wir wissen, wir haben keine Chance, auf die Kleine zu verzichten, schließlich hat SIE UNS gefunden. Wir treffen die Wahl, Lotta zu uns zu holen.

Am Samstag den 11. November ist es soweit. Wir fahren zur Züchterin und holen uns Lotta. Gleichzeitig schicken wir die Kündigung unserer Wohnung an die Hausverwaltung.

  • Wir haben aktuell keine neue Wohnung.
  • Wir wissen nicht, wie die Hausverwaltung und der Eigentümer reagieren werden.
  • Eigentlich wissen wir auch noch nicht, wie wir Wohnungvorrichten und Umzug stemmen werden.
  • Wir haben keine Ahnung wie lange es dauern wird, bis wir zu 100% ein Team mit Lotta sind.
  • Wir haben keine Ahnung, welche Veränderung wir da in Gang gesetzt haben.

Ist das jetzt die Veränderung, um die wir gebeten haben?

Auf jeden Fall kann ich dir Eins verraten - Unsere Gefühle spielen Achterbahn (was, wenn Gefühle auch nur Ablenkungen wären?). Aber weißt du was, es kribbelt, es fühlt sich verrückt an (viele erklären uns auch für verrückt), ES FÜHLT SICH GERADE NACH LEBEN AN. Was wäre denn, wenn hinter all diesen Ver-Rücktheiten das wirkliche Leben steckt? Was wäre, wenn dies ein Schritt der Veränderung ist, nach der wir schon so lange gerufen haben? Keine Ahnung und genau das macht es spannend.

Neue Herausforderungen

Damit du nicht denkst, das wäre alles. Lotta ist ein wunderbares "kleines" Wesen, aber sie hat einen ausgeprägten eigenen Kopf und wenig Erfahrung mit dem Leben in der Stadt. Sie kannte kaum drei verschiedene Autos, Fahrradfahrer und Jogger sah sie kaum im Wald, Häuser machen Geräusche, vor allem, wenn viele Menschen auch  in ihnen wohnen. Das Alles macht ihr Stress, der sie natürlich verunsichert. Wir durften schon viele sehr schöne, aber auch herausfordernde Stunden mit ihr erleben - das Leben ist ver-rückt und spannend, auch für Lotta.

Erste coole Aktion - Wohnung verpacken

Das muss ich euch noch berichten - Wir haben unsere Wohnung verpackt. Naja, wir wollen absolut keinen Stress mit dem Eigentümer, also schützen wir seine Werte (ist auch ok für uns). Damit das Parkett keinen Schaden nimmt, wenn der Lotta mal die Räder durchdrehen (tun sie oft selbst auf dem Teppich), haben wir den kompletten Fußboden mit Auslegeware "versiegelt"

Wohnung verpackt
Wohnung verpackt
Wohnung verpackt

Mich lässt das Gefühl nicht los, jetzt sind wir mitten drin im Verändern. Das Kribbeln, die Unsicherheit, die Freude, die vielen neuen Dinge - das Leben übernimmt uns gerade. Was ist sonst noch möglich? Was kann daraus entstehen?

Was macht deine Veränderung?

Herzliche Grüße
Thomas

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Über den Autor

Da „draußen“ sind so viele Menschen, die heute 45, 50 oder 60 Jahre alt sind. Sie alle haben so unendlich viel Lebenserfahrung angesammelt und doch sind viele müde geworden. Die ersten Zipperlein des „Alters“ plagen, der Job nervt, sie sind ausgebrannt usw. Meine Vision ist es euch Ideen zu geben, mehr Power und Lebensfreude, Lust auf Neues zu wecken und den Mut, vielleicht doch die eine oder andere Veränderung anzugehen. Lasst uns eine Delle ins Universum schlagen…

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